Pflege: ein Beruf mit riesiger Verantwortung

Melanie S. ist Gesundheits- und Krankenpflegerin; sie arbeitet in der Fachklinik für Innere Medizin in Dorfen bei Erding. Die gelernte Einzelhandels-Kauffrau kam nach der Geburt ihres Kindes zur Pflege. Heute ist sie nach rund sechs Jahren Berufserfahrung auf der „Inneren Station“, wo sie Patienten mit Lungenentzündungen oder Herzrhythmusstörungen betreut.

Adrenalin im Berufsalltag

Für die 37-Jährige ist in ihrem Berufsalltag Adrenalin vorprogrammiert: Es geht bei uns oft um Leben und Tod. „Man weiß nie, was einen erwartet“, erzählt Melanie S. Und genau diese Herausforderungen – dieses „sich schnell auf eine unerwartete Situation einstellen müssen“ und die Vielfalt an schweren Erkrankungen macht ihre Arbeit so herausfordernd und interessant.

  • Porträtfoto: Melanie S. sitzt am Computer und schaut lächelnd in die Kamera. Melanie S. ist nicht auf dem direkten Weg zur Pflege gekommen. Denn in den neuen Bundesländern, aus denen sie stammt, brauchte man Abitur, um Gesundheits- und Krankenpflegerin zu werden. Deshalb hat sie ihren Abschluss 2012 in Bayern nachgeholt.
  • Nahaufnahme: Melanie S. hält ein Glasfläschchen. Heute hat Melanie S. rund sechs Jahre Klinikerfahrung. Für sie ist die Arbeit in der Pflege nicht nur irgendein Beruf, sondern Berufung. Auf der Inneren Station gefällt ihr besonders, dass die Arbeit sie fachlich fordert und sie nie weiß, was als Nächstes kommt.
  • Melanie S. steht vor einem großen medizinischen Gerät und bedient einen Monitor. Melanie S. trägt viel Verantwortung. Sie sagt: „Die Ausbildung ist schwer. Denn man lernt dabei, der großen Verantwortung gerecht zu werden, die wir tragen.“ Große Überwachungstürme wie auf dem Bild zu bedienen, gehört auch dazu. Mit ihrer Hilfe werden schwerkranke Patienten am Leben erhalten.
  • Im Krankenzimmer: Melanie S. steht am Bett eines Patienten, um den herum viele medizinische Geräte aufgebaut sind. „Krankenschwester ist ein Beruf, bei dem oft jede Minute zählt“, sagt Melanie S. Die Patienten kommen häufig noch in voller Arbeitsmontur in den Schockraum, wo ein interdisziplinäres Team – zum Beispiel bei einem Herzinfarkt – um ihr Leben kämpft. Die weitere Pflege dieser Patienten ist ebenfalls Teil der Arbeit als Krankenschwester.
  • Nahaufnahme: Eine Krankenschwester legt am Patientenbett eine Infusion in den Arm eines Mannes. Für das, was Pflegekräfte tagtäglich leisten, wünscht sich Melanie S. vor allem eines: mehr Anerkennung. „Für unsere Patienten tun wir alles nur irgend Mögliche. Wir arbeiten mit hochpotenten Medikamenten und müssen auf der Intensivstation jederzeit den Zustand unserer Patienten richtig einschätzen. Das sollte mehr gewürdigt werden.“
  • Melanie S. steht mit einer Teamkollegin an einem Beatmungsgerät und lächelt. Was muss man für die Pflege schwerkranker Patienten mitbringen? Melanie S. sagt: „Man muss auf jeden Fall sozial kompetent und belastbar sein und Spaß an Neuem haben.“ Besonders gut gefällt ihr die Abwechslung: „Unser Beruf ist so individuell, jeder Tag ist anders und eine neue Herausforderung.“
  • Im Krankenhausflur: Melanie S. schiebt einen Wagen mit einer roten Tasche darauf. Melanie S. gehört auch zum Reanimationsteam im Dorfener Klinikum. Wenn der Alarm ausgelöst wird, heißt es schnell sein: Zwei Ärzte und eine Pflegekraft stürmen dann los, um Leben zu retten. Immer mit dabei ist der „REA-Wagen“: Er beinhaltet alles, was man zur Reanimation braucht.
  • Nahaufnahme: Melanie S. bedient einen Monitor. Als Pflegerin, die oft schwere Fälle betreut, kennt sich Melanie S. nicht nur mit unterschiedlichsten Erkrankungen aus; sie bedient auch moderne Hightech-Geräte. Es gilt dann, die wichtigsten Körperfunktionen zu überwachen und die Einstellungen der Apparate individuell an den Patienten anzupassen. „Ab welcher Grenze soll der Alarm losgehen?“ ist dabei eine wichtige Frage.
  • Nahaufnahme: Melanie S. blickt auf einen Überwachungsmonitor. In der Pflege hat sich einiges geändert, erzählt Melanie S. – z. B. nimmt die Dokumentation immer mehr Raum ein. Mit ihrer beruflichen Situation ist sie zufrieden, würde sich aber mehr Zeit mit den Patienten wünschen: „Man muss lernen, Prioritäten zu setzen. Wenn man den Sprung von damals bis jetzt sieht – es bleibt einfach sehr viel weniger Zeit für die Patienten.“
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