Wo man richtig was fürs Leben lernt

Seine Augen blitzen auf, wenn Johannes M. von seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger erzählt. Der 18-Jährige ist ein fröhlicher Mensch, der Freude am Leben und an seinem Beruf hat. An der Art, wie er über seinen Alltag an der Seite von pflegebedürftigen Menschen spricht, merkt man: Ihm liegt was daran.

Ganz nah an den Menschen

Einen Bürojob wollte Johannes M. nie und hat sich für die Pflege entschieden. Gelockt haben ihn die Vielseitigkeit, die Verantwortung und vor allem eins: die persönliche Nähe zu den Menschen. In unserer Fotostory zeigen wir, was den 18-Jährigen bewegt, und er erzählt, was Pflege für ihn bedeutet.

Porträt: Johannes M. lacht in die Kamera.

Johannes M. ist 18 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Er befindet sich im zweiten Lehrjahr und durchläuft gerade die Station „Altenpflege“ im Altöttinger Pflegeheim St. Klara. Zu seinem Ausbildungswunsch ist der junge Mann mit dem wilden Lockenkopf durch eine Freundin gekommen. Und obwohl sein Vater ihn sich immer als Kinderarzt vorgestellt hatte, sind seine Eltern stolz auf ihren Sohn für das, was er schon erreicht hat. (Foto: Thomas Dashuber/VdPB)

  • Porträt: Johannes M. tupft einem Mann den Mund ab. Seine ersten beiden Ausbildungsjahre haben ihn stärker und erwachsener gemacht, sagt Johannes M. Er hat gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Dass die Arbeit im sozialen Bereich das Richtige für ihn sein könnte, hat Johannes M. durch ein Praktikum auf einer urologischen Station gemerkt. Dort durfte er erstmalig die Dankbarkeit und Wertschätzung erfahren, die die Patienten ihm für seine Hilfe entgegengebracht haben. (Foto: Thomas Dashuber/VdPB)
  • Im Bewohnerzimmer: Johannes M. wendet sich einer alten Dame im Rollstuhl zu. Was Johannes M. besonders auszeichnet, ist seine mitfühlende Art. Es ist die Freude und Dankbarkeit der Menschen, die ihn jeden Tag aufs Neue für seine Arbeit in der Gesundheits-, Alten- und Krankenpflege motiviert. Doch wichtig ist für ihn die professionelle Haltung, zu der auch Abgrenzung gehört: „Einen Helferkomplex“, betont Johannes M., „hab ich nicht.“ (Foto: Thomas Dashuber/VdPB)
  • Johannes M. mit einem älteren Herrn im Rollstuhl. Wenn er auf der Station seine Runden dreht, spricht Johannes M. die Bewohnerinnen und Bewohner an, sucht gemeinsame Themen und stößt dabei oft auf die interessantesten Geschichten. Menschen, die schon viel mehr Leben als er hinter sich haben, teilen ihre Erfahrungen mit ihm; Johannes M. hört gut zu. „Was mich sehr berührt hat, war das Schicksal eines Mannes, der seine Träume aufgeben musste, weil er wegen Heroinmissbrauchs ein Bein verloren hatte. Seine Leidenschaft war es, mit seiner Harley umherzucruisen. Er tut mir so leid, weil er nie wieder Motorrad fahren wird.“ (Foto: Thomas Dashuber/VdPB)
  • Johannes M. nimmt einem Menschen, der im Bett liegt, die Brille ab. „Man bekommt einen riesigen Einblick in den Menschen. Der persönliche Umgang mit den Patienten, die Dankbarkeit und Wertschätzung, die man erfährt, das ist einfach nur schön“, sagt Johannes M. Den Menschen bei ihren Grundbedürfnissen zu helfen ist ihm ein großes Anliegen. Manchmal, sagt der 18-Jährige, sei es aber auch ein schmaler Grat zwischen Zurückhaltung und Zuwendung. (Foto: Thomas Dashuber/VdPB)
  • Johannes M. steht mit einer anderen Pflegerin vor einer großen Tafel. Anderen jungen Leuten rät er, sich nicht leichtfertig für eine Ausbildung in einem Pflegeberuf zu entscheiden. „Der Umgang mit schweren Krankheiten ist belastend und Tätigkeiten wie Windelwechseln oder der Schichtdienst sind bestimmt nicht jedermanns Sache.“ Aber trotzdem würde Johannes seinen Beruf mit keinem anderen tauschen wollen. (Foto: Thomas Dashuber/VdPB)
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