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VdPB: Gute Pflege geht nur mit starker Profession

VdPB begrüßt Vorstoß des bayerischen Gesundheitsministers / Reform erfordert intensive Einbindung der Profession und ihrer Expertise / VdPB steht bereit, Verantwortung für weitere Schritte zu übernehmen

München, 14.07.2021 – Mit der Vorstellung der Eckpunkte seines Konzepts „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ im Landtags-Ausschuss hat der bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, erneut sein Engagement für eine grundlegende Pflegereform betont. Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) begrüßt dabei insbesondere die erklärte Absicht, sowohl pflegerische Versorgungsstrukturen neu zu denken als auch den Pflegeberuf zu stärken und attraktiver zu machen. „Nur mit einer starken Profession, die ihre Expertise in notwendige Veränderungsprozesse einbringt und deren Erfahrungen berücksichtigt werden, ist eine umfassende Reform überhaupt möglich“, erläutert VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner.

Im Hinblick auf die Attraktivitätssteigerung des Berufsbildes Pflege steht für die VdPB vor allem die qualitative Entwicklung der Profession im Vordergrund. Dazu gehören zwingend die weitere Konzentration auf die Umsetzung der generalistischen Ausbildung, ein deutliches – durchaus auch finanzielles – Bekenntnis zur hochschulischen Qualifizierung sowie eine von der pflegerischen Selbstverwaltung entwickelte Anpassung der beruflichen Weiterbildung und ein Ausbau neuer Aufgabenprofile in der professionellen Pflege. „Wir wissen nicht zuletzt aus unserer Monitoring-Studie, dass sich die Versorgungsstrukturen viel stärker an den Bedürfnissen der Pflegeempfänger und gleichzeitig an den personellen Ressourcen werden orientieren müssen. Die Daten aus diesem Monitoring weisen extreme regionale Unterschiede sowohl in den Bedarfen als auch in den möglichen Ressourcen aus. Daher ist es auch sehr sinnvoll, den bislang rein quantitativen Reformansatz um einen qualitativen zu ergänzen, der regionale Kapazitäten und Potenziale ebenso berücksichtigt wie die Entwicklungsmöglichkeiten der Profession Pflege“, betont Sigl-Lehner. „Im Herbst gehen wir bei unseren Regionalveranstaltungen mit den Verantwortlichen vor Ort bereits in die Diskussionen der Studienergebnisse. Dazu gehört auch das Gespräch über erste Lösungsansätze auf regionaler und kommunaler Ebene. Die VdPB ist aber auch bereit, an den Vorstoß von Minister Holetschek anzuknüpfen, auch auf Landesebene Verantwortung für weitere Schritte zu übernehmen und in einer Zukunftsschmiede Pflege konkrete Ansätze für einen Strukturwandel zu entwickeln und zur Umsetzung vorzubereiten.“

Nach Ansicht der VdPB kann es in dieser Zukunftsschmiede Pflege nur darum gehen, Veränderungen der Versorgungsstrukturen zu erarbeiten und die Professionsentwicklung in diesem Sinne voranzutreiben, ohne ökonomische Partikularinteressen berücksichtigen zu müssen. „Auch in dieser Hinsicht greifen wir den Vorschlag des Ministers auf, der sich klar dafür ausspricht, strukturelle Änderungen anzugehen, die die Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht Abrechnungsmöglichkeiten der Leistungserbringer. Als Selbstverwaltungsorgan der Profession Pflege bieten wir gerne an, die Federführung in einem solchen Gremium zu übernehmen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten“, stellt Sigl-Lehner abschließend fest.

 

Die vollständige Pressemitteilung im PDF-Format

 

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und ein unabhängiges Sprachrohr von und für professionelle Pflegekräfte in Bayern. Die VdPB wurde 2017 auf Grundlage des vom Bayerischen Landtag verabschiedeten Pflegendenvereinigungsgesetz gegründet und hat unter anderem die Aufgabe, die Qualität der Pflege weiterzuentwickeln – sowohl im Interesse der Berufsgruppe als auch für die Versorgungssicherheit für die Menschen in Bayern. Dazu wirkt die VdPB an Gesetzgebungsverfahren mit und vertritt die Pflegenden in Gremien wie beispielsweise dem Landespflegeausschuss. Zudem berät sie ihre Mitglieder kostenlos in berufsrechtlichen, berufsethischen und fachlichen Fragen und engagiert sich für die Fort- und Weiterbildung der beruflich Pflegenden. Die VdPB ist außerdem die für die Registrierung der Praxisanleitungen in der Pflege und die Erfassung der Fortbildungsnachweise für Praxisanleitungen zuständige Behörde.  Die Mitgliedschaft in der VdPB ist für professionell Pflegende freiwillig und kostenlos. Präsident der VdPB ist Georg Sigl-Lehner.

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