Der Zeitdruck ist hoch: Die Zukunft der Pflege – insbesondere die der Langzeitpflege und damit auch der Pflegeversicherung – steht gefährlich nah am Abgrund. Die Finanzlöcher bei den Kostenträgern wachsen im gleichen rasenden Tempo, wie die Eigenanteile der auf Pflege angewiesenen Menschen steigen. Die Bundesregierung hat aus diesem Grund die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ auf den Weg gebracht und zwei ausführliche Arbeitsaufträge für zwei Untergruppen auf operativer Ebene erteilt. Bis Ende des Jahres sollen erste Ergebnisse auf den Tisch: Gemeinsame Eckpunkte für eine nachhaltige Finanzierbarkeit der Pflegeversicherung, eine Stärkung der ambulanten und häuslichen Pflege sowie für einen einfachen und bürokratiearmen Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sind das Ziel.
Das bedeutet sowohl für die Fach-Arbeitsgruppe „Nachhaltige Finanzierung und Finanzierbarkeit der Pflegeversicherung“ (AG Finanzierung) als auch für die Fach-Arbeitsgruppe „Nachhaltige Sicherstellung der Versorgung und der Stärkung der ambulanten und häuslichen Pflege“ (AG Versorgung), dass sie ebenfalls in hohem Tempo arbeiten und zuverlässig liefern müssen. Die AG Versorgung hat verschiedene Akteure der Pflegebranche zu einer Online-Diskussion eingeladen, um deren Expertise und Positionen in diesem komplexen Themenbereich in ihre Lösungsvorschläge einzuarbeiten. Auch VdPB-Präsident Michael Wetterich war zu dem virtuellen Treffen eingeladen und hat dort gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Pflegerats (DPR) sowie der Pflegekammern für die Profession eine gemeinsam ausgearbeitete Position vertreten.

In dem Gespräch mit der AG Versorgung haben die Vertreterinnen und Vertreter der Profession Pflege dezidiert und vor allem konsentiert machbare Vorschläge unterbreitet, Maßnahmen, die aus Sicht der Pflege ein großes Potenzial für dringend notwendige Ressourcenschonung und Einsparungen bieten. Eine deutlich stärker steuernde Rolle der Pflegefachberufe – verbunden mit mehr Eigenständigkeit – hält die Profession für einen Kernbestandteil einer effizienteren Versorgung und möglicher Reformen.
Besonders erfreulich, weil vorbildlich, maßgeblich und dadurch höchst zielführend, war in diesem Zusammenhang die sehr vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem DPR, den Pflegekammern sowie dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und dem Bundesverband Pflegemanagement (DVPM) und der VdPB.
Krankenpfleger, Lehrer für Pflegeberufe, Leiter einer Pflegeeinrichtung in Altötting
Kinderkrankenpfleger, Stationsleiter Kinderchirurgie
in Augsburg
Vereinigung der Pflegenden in Bayern
Geschäftsstelle
Prinzregentenstraße 24
80538 München
Telefon: 089 54 199 85-0
Fax: 089 54 199 85-99
E-Mail schreiben