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VdPB richtet Appell an die neue Pflegestrukturkommission im Bund

VdPB gratuliert ehemaliger Präsidentin Rita Zöllner zur Berufung / Klarer Erwartungshorizont der Profession Pflege an die Kommission / Versorgung muss Priorität haben

München, 15.10.2026 – Am gestrigen Mittwoch wurde mit einer Woche Verspätung die von Bundesgesundheitsminister Linnemann angekündigte Pflegestrukturkommission eingesetzt. In die Expertenkommission wurde auch Rita Zöllner, Mitglied und ehemalige Präsidentin der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), berufen. Neben Expertinnen und Experten des öffentlichen Rechts, der Gesundheitsökonomie und des Sozialwesens vertreten Prof. Dr. Martina Hasseler als Pflegewissenschaftlerin und Zöllner als einzige Berufene aus der Pflegepraxis die Profession in der Kommission.

„Glückwünsche gehen von unserer Seite an die ehemalige Präsidentin der VdPB Rita Zöllner. Wir freuen uns mit ihr, dass ihr Engagement für die Profession durch diese neue Aufgabe eine Wertschätzung erfährt“, betont Michael Wetterich, heutiger Präsident der VdPB, und ergänzt: „In ihrer Zeit als Präsidentin der VdPB hat sie es verstanden, den Fokus auf eine hohe Versorgungsqualität mit einem gleichzeitigen Blick sowohl auf die Profession als auch auf die zu pflegenden Menschen zu verbinden. Beides halten wir auch für die Arbeit der Kommission und die daraus zu entwickelnde Strukturreform für unerlässlich.“

Die Profession Pflege hat bundesweit mit großer Spannung auf die Besetzung der Kommission geblickt, vor allem weil ihr Erwartungshorizont an eine längst überfällige Pflegestrukturreform bereits mehrfach deutlich von Selbstverwaltungen und Berufsverbänden definiert wurde. Die nun veröffentlichte Zusammensetzung der Pflegestrukturkommission überrascht durchaus. Wir hätten die Professionsperspektive gerne noch stärker berücksichtigt gesehen – zum Beispiel durch eine Berufung der DPR-Präsidentin Christine Vogler.

Die Sicherstellung einer hochwertigen pflegerischen Versorgung der Menschen in Deutschland muss nach Ansicht der VdPB absolute Priorität in der Erarbeitung von Vorschlägen für strukturelle Veränderungen in der Pflege haben. Gleiches gilt für die Stärkung der Profession der beruflich Pflegenden. Weder Qualität noch Sicherheit der pflegerischen Versorgung dürfen rein ökonomischen Aspekten zum Opfer fallen.

„Die Rolle von Pflegefachpersonen, die ihre Kompetenzen zielgerichtet in die Versorgungsprozesse einbringen können, ist für die VdPB elementar. Daher plädiert die VdPB auch für eine Stärkung der Profession im Schulterschluss mit den Kompetenzerweiterungen durch das Befugniserweiterungs- und Entbürokratisierungsgesetz in der Pflege (BEEP)“, ergänzt Wetterich.

Gleichzeitig appelliert die VdPB an die Kommissionsmitglieder, ihre Berufung als Auftrag zu verstehen, sich ihrer großen Verantwortung bewusst zu sein und diese Herkulesaufgabe mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu bearbeiten.

 

Die vollständige Pressemitteilung im PDF-Format

 

Die VdPB
Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und ein unabhängiges Sprachrohr von und für professionelle Pflegekräfte in Bayern. Die VdPB wurde 2017 auf Grundlage des vom Bayerischen Landtag verabschiedeten Pflegendenvereinigungsgesetzes gegründet und hat unter anderem die Aufgabe, die Qualität der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung weiterzuentwickeln – sowohl im Interesse der Berufsgruppe als auch für die Versorgungssicherheit der Menschen in Bayern. Dazu wirkt die VdPB an Gesetzgebungsverfahren mit und vertritt die Pflegenden in Gremien wie beispielsweise dem Landespflegeausschuss. Zudem berät sie ihre Mitglieder kostenlos in berufsrechtlichen, berufsethischen und fachlichen Fragen und verantwortet den Bereich der Fort- und Weiterbildung der beruflich Pflegenden. Die VdPB ist außerdem die für die Führung des Berufsregisters und die Registrierung der Praxisanleitungen in der Pflege zuständige Behörde. Die Mitgliedschaft in der VdPB ist für professionell Pflegende freiwillig und kostenlos. Seit Juli 2026 ist Michael Wetterich Präsident der VdPB.

 

 

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