Die erste Hitzewelle des Jahres liegt schon fast wieder hinter uns und das Thema Hitzeschutz ist so aktuell wie nie. Unsere Kooperationspartnerin, die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), beschäftigt sich intensiv im Rahmen des Arbeitsschutzes auch mit dem Thema Hitze. Pflegepersonal ist von großer Hitze doppelt betroffen: Für die Beschäftigten selbst besteht das Risiko hitzebedingter Gesundheitsprobleme. Zudem kann die Arbeit herausfordernder werden, weil die ihnen anvertrauten Menschen bei hohen Temperaturen besondere Aufmerksamkeit benötigen. Und dies kostet Zeit – Stichwort Arbeitsverdichtung.
Vor diesem Hintergrund sind die Verantwortlichen in der Pflege besonders gefragt und müssen ihrer doppelten Fürsorgepflicht nachkommen. Einerseits sind Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu ergreifen. Andererseits geht es darum, Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner sowie zu pflegende Menschen in der Häuslichkeit auch bei Hitze gut zu versorgen.
Dabei gibt es sowohl auf Seiten der Beschäftigten als auch auf der Seite der zu pflegenden Personen eine ganze Reihe von Problematiken, aber auch Lösungsmöglichkeiten, die während aktueller Hitzeperioden berücksichtigt werden sollten:
1. Von Hitzeschutz profitieren auch Pflegebedürftige
2. Hitze macht gereizt – Konflikte nehmen zu
3. Pflegende unter Stress durch Hitze
4. Sehr heiße Nächte bringen zusätzliche Belastung
5. Scheinbare Gewöhnung an Belastung
6. Kurzfristiger Aktivismus anstelle von Hitzeschutzkonzept
Notwendig sind verbindliche Konzepte und klare Verantwortlichkeiten. Es gibt inzwischen in der Pflege hervorragende Good-practice-Beispiele, die man durchaus als Vorlage nutzen kann. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet auf ihren Seiten viel Material, das zur Förderung des Arbeitsschutzes bei Hitze dienlich sein und den Pflegenden gute Tipps an die Hand geben kann, wie sie unabhängig von notwendigen Maßnahmen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern mit Hitzeperioden besser umgehen können.
So können sich Leitungspersonen im Lernportal der BGW mit einen kurzen offenen Online-Kurs zum Schutz der Beschäftigen vor Belastungen durch sommerliche Wärme informieren. Für alle Interessierten bietet die informative BGW-Seite zu den Herausforungen für die Pflege durch Hitze eine umfassende Quelle. Wer sich in Einrichtungen und Pflegediensten allgemein mit der Frage des Arbeitsschutzes in Hitzeperioden befasst, kann sich hier ausführlich über die wichtigsten Aspekte informieren.
Vereinigung der Pflegenden in Bayern
Geschäftsstelle
Prinzregentenstraße 24
80538 München
Telefon: 089 54 199 85-0
Fax: 089 54 199 85-99
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