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Digitalisierung in der Pflege – Skandinavische Vorbilder

In der Geschäftsstelle der VdPB drehte sich Ende November alles um das Thema Digitalisierung in der Pflege – zu Gast war Ann Kristin Rotegård, die die Transformationsprozesse in ihrer norwegischen Heimat von Anfang an begleitet hat, in Europa geradezu als Digital-Päpstin der Pflege gilt und uns in einem äußerst spannenden Vortrag die Entwicklungen in Norwegen und Dänemark vorstellte.

Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Ausland können hierzulande wichtige Impulse für die im Gesundheitswesen dringend benötigte digitale Transformation bieten, auch wenn die Bedingungen nicht grundsätzlich übertragbar sein mögen. Das Rad muss auch in der Digitalisierung der Pflege nicht neu erfunden werden, der Blick über die Grenzen lohnt auf jeden Fall. Ohne Zweifel ähneln sich nämlich die inhaltlichen Anforderungen – Arbeits- und Erkenntnisprozess der Pflege müssen zwingend unterstützt werden – sowie der primäre Fokus: die Versorgung und die Sicherheit der zu pflegenden Menschen. Vor allem in deren Interesse ist es schließlich, dass die Pflegenden im gesamten Versorgungspfad auf dem aktuellsten Wissenstand sind und dieses Wissen auch in der Praxis umgesetzt wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass es durchschnittlich 17 Jahre dauert (!), bis Forschungserkenntnisse in der Praxis angekommen sind und umgesetzt werden, berichtete Rotegård. Das Ziel aber müsse eine wissensbasierte Praxis sein, die auf eine wissensbasierte Dokumentation setzt. Denn die Dokumentation, also das Wissen über die einzelne zu pflegende Person, sei das wichtigste Arbeitsinstrument der Pflege. Dabei, so betonte Rotegård, ist die Beteiligung der Patientinnen und Patienten oder der Bewohnerinnen und Bewohner essenziell. Und um den Schritt von der Erkenntnis zur Umsetzung deutlich zu verringern, ist der Einsatz digitaler Systeme und Hilfsmittel unbedingt erforderlich.

Die entscheidende Leitfrage, auf das das Wissen der Profession und damit auch die Entwicklung und Anwendung digitaler Produkte aufbauen muss, ist „Warum tue ich, was ich tue?“.

Bei der VdPB wird sich der Ausschuss Digitalisierung weiter mit allen wichtigen Fragen dieses Themenfeldes beschäftigen. Nach dem lebendigen und hochinteressanten Austausch mit Ann Kristin Rotegård steht für die VdPB außerdem fest, dass wir die Gespräche und Diskussion mit ihr auf jeden Fall fortsetzen wollen und sie möglicherweise auch für weitere Vorträge gewinnen können. Die skandinavischen Beispiele sind eine fruchtbare Grundlage für eine positive Entwicklung. Es geht um nichts weniger als die Zukunft der Profession.

 

 

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Georg Sigl-Lehner

Präsident der VdPB, Krankenpfleger, Lehrer für Pflegeberufe, Leiter einer Pflegeeinrichtung in Altötting

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Michael Wetterich

Kinderkrankenpfleger, Stationsleiter Kinderchirurgie
in Augsburg

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