VdPB hält Reihentestungen für Pflegepersonal für unerlässlich

Bundesgesundheitsminister Spahn kündigte unlängst an, mehr Testkapazitäten für Kliniken und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen und dazu die Kapazitäten noch weiter auszubauen. Mit Blick auf die aktuelle Auslastung der COVID-19-Testkapazitäten fordert die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), in Kliniken, vor allem aber auch in Einrichtungen der Langzeitpflege zu Reihentestungen der Pflegenden überzugehen und sie regelmäßig auch ohne Indikation zu testen. Die Ungewissheit darüber, ob man für seine Angehörigen und die Pflegebedürftigen eventuell ein Risiko für die Gesundheit darstellt, belastet Pflegende im beruflichen Alltag sehr. Im Vordergrund aber steht für die VdPB der Schutz der Risikogruppen. Insbesondere in Senioreneinrichtungen, aber auch in Krankenhäusern stehen Pflegende in engem körperlichen Kontakt zu Menschen, die durch Krankheit oder Alter besonders gefährdet sind, einen schweren COVID-19-Verlauf zu erleben. Sogenannte Reihentestungen von Pflegepersonal könnten dementsprechend der Entstehung gefährlicher Infektionsketten vorbeugen.

„Pflege ist eine körpernahe Tätigkeit, die im Hinblick auf COVID-19 vor allem in den vulnerabelsten Risikogruppen stattfindet, also in erster Linie bei Älteren, Vorerkrankten oder Menschen, die durch Verletzung oder Krankheit in ihrer Immunabwehr extrem geschwächt sind. Wir wissen zudem, dass Pflegende und Ärzte zu den Berufsgruppen mit den höchsten Infektionsraten gehören. Es ist also nur logisch, diese Berufsgruppen regelhaft durchzutesten, um bei Infektionen schnell und frühzeitig reagieren zu können und Ketten gar nicht erst entstehen zu lassen“, erläutert Georg Sigl-Lehner, Präsident der VdPB. „Wir plädieren außerdem dafür, in der Langzeitpflege auch bei den Bewohnern regelmäßige Tests durchzuführen. Stichproben haben gezeigt, dass das durchaus sinnvoll sein kann, um Schlimmeres zu verhindern.“

Hier geht’s zur Pressemitteilung der VdPB zu den geforderten Reihentestungen

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